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Rezension: Zitate für jeden Anlass: Die passenden Worte schnell gefunden. Mit Originalzitaten aus aller Welt. Extra: Fernöstliche Weisheiten (Große Kompasse) (Taschenbuch)

Es hat einen schützenden Einband, ist klein und handlich und trotzdem klug und umfassend. Besonders originell finde ich auf der Innenseite des Titels die Merkhinweise, wie man sich Zitate einprägen kann. Es geht darum, die Kernwörter zu destillieren und sie visuell zu erinnern.

Die Inhalte sind nach den Hauptkapiteln FREUNDE UND FAMILIE, GROßE GEFÜHLE, FREIZEITVERGNÜGEN, MENSCHLICHES, BERUF UND WIRTSCHAFT, WELT UND RELIGION SOWIE SERVICES unterteilt. Es gibt kein Schlagwortverzeichnis, aber ein umfassendes Autorenverzeichnis. Sehr hilfreich zudem die Internethinweise, bei denen ich u.a. die Seite womantickerDOTnet gefunden habe.

Die Seiten sind vom Layout her übersichtlich und in der Farbführung in Schwarz-Weinrot-Hellrot gehalten, sehr gut untergliedert und mühelos lesbar. Mittendrin gibt es sogenannte Specials (2 Seiten über GUTE RATSCHLÄGE, RUND UM DEN KUSS, LATEINISCHER HUMOR, FRANZÖSISCHE BONMOTS, PROMINENTE UNTER SICH, NUR MUT, TO BE OR NOT TO BE QUOTATIONS, FERNÖSTLICHE WEISHEITEN, TUTTO ITALIANO), die das Buch zu einem wirklichen Erlebnis machen.


"CHERCHEZ LA FEMME!" ist Teil der Französischen Bonmots und stammt von Alexandre Dumas. Dieses Zitat wird im Sinne von gebraucht, dass dahinter bestimmt wieder eine Frau steckt. Es stammt aus Dumas Drama "Les Mohicans de Paris".

Das Buch enthält viel Schönes, Bekanntes, geht aber weit darüber hinaus:

"Wo viel Geld ist, geht immer ein Gespenst um..." (Theodor Fontane)

"Lebensfreude entsteht durch Frieden, der nicht statisch, sondern dynamisch ist." (Henry Miller)

"Wenn ein Mann seine Meinung äußert, ist er ein Mann. Wenn eine Frau dasselbe tut, ist sie ein Miststück." (Bette Davis)

"Das männliche Ego ist, bis auf wenige Ausnahmen, elefantös. (Bette Davis)

Empfehlenswert!


Rezension: Das neue Lexikon der lateinischen Zitate

"Nichts ist schwer, wenn man will."( Zitat: Cicero), 17. Oktober 2010

Dieses Lexikon der lateinischen Zitate mit einem Stichwortregister wurde von Lukas Moritz 2008 neu herausgegeben. Es enthält über 10 000 lateinische Zitate, Redewendungen und Sentenzen sowie Sprichwörter, Rechtsregeln und Aphorismen.

Die Zitate sind alphabetisch geordnet und in lateinischer sowie deutscher Sprache aufgeführt. Man erfährt von wem die Zitate und Redewendungen stammen und darf sich einer Fülle kluger Gedanken erfreuen.
Ich nutze Zitatebücher in erster Linie für die Kopfzeilen meiner Rezensionen und studiere nicht selten einen ganzen Abend in meinen Zitatebüchern, um geeignete Zitate zu finden, die in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den Rezensionen stehen.

Sehr oft lese ich kurz vom Einschlafen noch eine Sentenz eines längst verstorbenen Philosophen und lasse diese auf mich wirken. Es macht mir Freude die Zitate im Buch in lateinischer Sprache zu lesen, denn Latein war mein Lieblingsfach in der Schule. Mein "Großes Latinum" erwarb ich aufgrund der Übersetzung und Interpretation eines Cicero-Textes.

Cicero war es, der zur Recht feststellte, dass man sich selbst am wenigsten kennt und es am schwersten fällt über sich selbst zu urteilen und er war es auch, der wusste, dass die kleinsten Ursachen die größten Folgen haben.

Die Klugheit Ciceros wird an einer Sentenzen besonders deutlich, die ich an dieser Stelle zitieren möchte, nicht zuletzt, weil es heutzutage Menschen gibt, die den Sinn des Lebens in Feindschaften sehen und für dieses destruktive Verhalten sogar in Büchern werben.

"Ohne Freundschaft haben wir unter keinen Umständen verlässlich und dauerhaft Lebensfreude, eine Freundschaft kann man nur erhalten, wenn wir die Freunde ebenso lieben wie uns selbst."( Zitat: Cicero, de finibus bonorum et malorum, 1.67) Genau so ist es.

Dem großen Anbeter von Feindschaften möchte ich an dieser Stelle eine weitere Sentenz von Cicero entgegenhalten, über die es sich wirklich nachzudenken lohnt:

"Nihil inimicius quam sibi ipse."

Kein größerer Feind als er sich selbst.
(Zitat :Cicero, Ad Atticum, 10. 12 a, 3.)

Jeder Psychologe wird diesen Satz bestätigen und ganz genau erklären, weshalb Menschen, die sich selbst hassen, nach Feinden Ausschau halten, auf die sie ihren Selbsthass zu projezieren trachten. Es ist sehr schade das dies, was so sonnenklar auf der Hand liegt, von einem Betroffenen zumeist nicht nachvollzogen werden kann.

Es macht keine Freude über Feindschaften zu schreiben, sondern weitaus lieber schreibe ich über die Liebe. Gottlob finden sich im Buch weitaus mehr Zitate über die Liebe als über den Hass und über Feindschaft.

Horaz sagt "Die Liebe lässt liegen, was sich ihr anbietet, und greift nach dem, was sich ihr entzieht." Das stimmt. Ovid fügt diesem Gedanken einen weiteren hinzu, "Der Schmerz des Verschmähtwerdens lässt die Liebe wachsen." Diese beiden Sentenzen geben Plautus recht, der resümierend feststellt: "Die Liebe bringt auch Bitterkeit". Gleichwohl gibt es nichts Schöneres auf unserer Welt als lieben zu dürfen.

An dieser Stelle möchte ich eine Sentenz von Horaz in deutscher Sprache wiedergeben, die ich besonders schätze:

"Hüte dich zu fragen, was morgen sein mag, und nimm jeden Tag, den das Schicksal dir schenken wird, als Gewinn und weise süße Liebe und den Tanz nicht von dir, solange du noch kräftig bis und das mürrische Alter fern."

Meine Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass nachstehender Gedanke von Gellius immer zutrifft: Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit." Also warten wir ab bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Sehr emfehlenswert.
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Rezension: ...und noch mehr Zitate!

Dieses Zitatebuch enthält 1500 Sentenzen prominenter Autoren und Persönlichkeiten. Zitatebücher schätze ich, nicht nur weil ich Zitate fast immer in die Kopfzeile meiner Rezensionen bei Amazon einbaue und auf meinen Blogs monatlich neue Denkanstöße dieser Art einbinde, sondern, weil Zitate oft auch Grundlage langer Gespräche mit meinem Gatten sind, wenn wir freitags bei einem Glas Wein, musikhörend den Abend gemeinsam verbringen.

Die Zitate in diesem Buch sind nach Oberbegriffen alphabetisch geordnet. Ich werde, um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln, einige Sentenzen hier zitieren:

Die Zitatesammlung nimmt seinen Anfang mit einem Gedanken von Ambrose Bierce, der zum Begriff "Abdankung" Folgendes zum Besten gibt:

"Eine Abdankung ist ein Akt, mit den ein Souverän (ich setzte gedanklich hinzu, oder Amtsträger) sein feines Gespür für die hohe Temperatur des Throns unter Beweis stellt". Nicht viele Souveräne besitzen dieses feine Gespür. Leider.

"Demut ist Unverwundbarkeit" stellt Marie von Ebner-Eschenbach fest und sie hat Recht. Hochmütige Menschen sind immer eitel und Eitelkeit macht stets verwundbar. Eitle Menschen können nie verzeihen. Das finde ich besonders schlimm.

Gottfried Benn sagt etwas sehr Interessantes: "Die deutsche Form der Revolution ist die Denunziation". Seit ich täglich meine Beobachtungen im Internet mache, weiß ich, dass die Aussage stimmt.

Margret Mead bekundet etwas sehr Wahres: "Eifersucht ist nicht der Gradmesser für die Größe der Liebe. An ihr lässt sich lediglich die Unsicherheit des Liebenden ablesen." Diesem Zitat ist im Grunde nicht hinzuzufügen, oder?

Elf Sentenzen zum Oberbegriff Kritiker haben mich inne halten lassen. Die Meinung im Hinblick auf Kritiker wird Kritiker nicht erfreuen. Am besten gefällt mir der Gedanke Brendan Behans. Er sagt, dass Kritiker wie Eunuchen in einem Harem seien: "Sie wissen, wie`s gemacht wird, sie haben`s jeden Tag gesehen. Sie sind aber unfähig, es selbst zu machen." Diese Sentenz ist sehr weise. Jeden Tag kann man sich im Internet davon überzeugen, wenn Möchtegernkritiker Philosophen, hervorragenden Schriftstellern und Wissenschaftlern ans Leder wollen, ohne inhaltlich präzise ihre Beckmessereien begründen zu können.

Sechsundfünfzig Zitate zum Begriff Liebe und nur ein Zitat zum Begriff "Lachen" haben mich nachdenklich gestimmt. Die Sentenz zum Begriff Lachen stammt von Oscar Wilde: "Lachen ist durchaus kein schlechter Beginn für eine Freundschaft und ihr bei weitem bestes Ende." Ich finde, dass dieses Zitat auch für Liebesbeziehungen gelten sollte. Weshalb gelingt dieses Lachen am Ende einer solchen Beziehung zumeist nicht? Hängt es damit zusammen, dass immer einer von zwei Liebenden sich am Ende einer Beziehung noch nicht entliebt hat? Ist es der Schmerz, der das Lachen verhindert?

Am besten gefallen mir die ironischen Sentenzen, deshalb auch mag ich die Gedanken von Oscar Wilde, George Bernhard Shaw, Ambrose Bierce, Karl Valentin, Gabriel Laub und Peter Ustinov so gerne. Es freut mich, dass das Buch viele ihrer brillanten Gedanken festgehalten hat.

Der brillantes Gedanke im Buch stammt m.E. aber von Harry Louis Mencken.
Dieser lautet:

"Puritanismus ist die quälende Furcht, dass irgendwer irgendwo glücklich sein könnte."

Sehr empfehlenswert.

Rezension:Das Zitatenbuch (Gebundene Ausgabe)

 
Herausgeber dieses Zitatenbuches mit dem Untertitel "Über 2.500 scharfzüngige und starke Sprüche in einem Lexikon der Pointen" ist der Journalist Marco Fechner.

Das Buch ist alphabetisch angelegt. Den Zitaten wurden Begriffe übergeordnet. Zu einigen Begriffen, wie etwa "Alter, Ehemann, Erziehung, Mann, Frau, Schönheit etc." finden sich sehr viele Zitate. Zu anderen Begriffen wie etwa "Vergebung" entdeckt man geradezu Sprachlosigkeit und freut sich, dass zumindest Indira Gandhi eine Sentenz eingefallen ist: "Wenn die Fäuste geballt sind, kann man sich nicht die Hände reichen."

Zitate lese ich gerne, nicht nur, weil ich beim Schreiben von Rezensionen fast immer welche in der Kopfzeile verwende, sondern, weil man über den Inhalt von Zitaten gut nachdenken kann. Während meiner Schulzeit wurden wir angehalten, aufgrund eines vorgebenenen Zitates einen Besinnungsaufsatz zu schreiben.

Gerne hätte ich einen Besinnungsaufsatz über die Sentenz "Wer eine Tragödie überlebt hat, ist nicht ihr Held gewesen" (Stanislaw Jerzy Lec) geschrieben, denn ich bin mir spontan nicht sicher, ob ich bei dieser Sentenz zustimmend nicken soll.

Schallend gelacht habe ich über ein Zitat von Zsa Zsa Gabor."Besser immer einen als einen immer." Dieses Zitat lasse ich hier besser mal unkommentiert stehen.

Unter dem Begriff Kritiker findet man insgesamt 11 Zitate. Am besten hat mir die Sentenz von Peter Ustinov gefallen. So habe ich wirkliche Kritiker bislang auch stets erlebt. "Kritiker suchen Jahre und Jahre nach einem falschen Wort, das sie- um ihnen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen- dann schließlich finden." Einen klugen Satz schreibt auch Kurt Vonnegut:"Ein Kritiker, der Zorn und Abscheu bei einem Roman äußert, ist lächerlich. Er oder sie wirkt wie jemand, der eine komplette Rüstung anlegt, um ein Cremetörtchen anzugreifen." Die größten Kritiker sind in der Regel die schlimmsten Neidhammel, so meine Lebenserfahrung. Ich verstehe gut, wieso diese Menschen in der Regel unbeliebt sind. Kritiker sind die Parasiten der Kreativen. Meinungen sind stets subjektiv. Rechthaberische Kritiker vergessen das oft. Ihr überbordendes Ego lässt sie die komplette Rüstung anlegen, um ein Cremetörtchen anzugreifen. Im Grunde ein lächerliches Unterfangen.

Madame Dubarry hat einen sehr klugen Satz formuliert, den sich die weiblichen Leser hier merken sollten:" Eine Frau ist verloren, wenn sie Angst vor ihrer Rivalin hat."

Gut man könnte das Frauenbild in Frage stellen, aber wieso sollte man? Stimmt doch, was die Dubarry sagt, oder?

Das Buch hat mir klar gemacht, dass ich immer noch zu wenig weiß. Coco Chanel lässt mich auf Seite 202 wissen: "Wenn du weißt, dass die meisten Männer wie Kinder sind, weißt du alles." Bislang erschienen mir Männer stets sehr erwachsen. Demnach weiß ich also noch nicht alles......Das beruhigt mich sehr.:-))