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Rezension: Das neue Lexikon der lateinischen Zitate

"Nichts ist schwer, wenn man will."( Zitat: Cicero), 17. Oktober 2010

Dieses Lexikon der lateinischen Zitate mit einem Stichwortregister wurde von Lukas Moritz 2008 neu herausgegeben. Es enthält über 10 000 lateinische Zitate, Redewendungen und Sentenzen sowie Sprichwörter, Rechtsregeln und Aphorismen.

Die Zitate sind alphabetisch geordnet und in lateinischer sowie deutscher Sprache aufgeführt. Man erfährt von wem die Zitate und Redewendungen stammen und darf sich einer Fülle kluger Gedanken erfreuen.
Ich nutze Zitatebücher in erster Linie für die Kopfzeilen meiner Rezensionen und studiere nicht selten einen ganzen Abend in meinen Zitatebüchern, um geeignete Zitate zu finden, die in einem nachvollziehbaren Zusammenhang mit den Rezensionen stehen.

Sehr oft lese ich kurz vom Einschlafen noch eine Sentenz eines längst verstorbenen Philosophen und lasse diese auf mich wirken. Es macht mir Freude die Zitate im Buch in lateinischer Sprache zu lesen, denn Latein war mein Lieblingsfach in der Schule. Mein "Großes Latinum" erwarb ich aufgrund der Übersetzung und Interpretation eines Cicero-Textes.

Cicero war es, der zur Recht feststellte, dass man sich selbst am wenigsten kennt und es am schwersten fällt über sich selbst zu urteilen und er war es auch, der wusste, dass die kleinsten Ursachen die größten Folgen haben.

Die Klugheit Ciceros wird an einer Sentenzen besonders deutlich, die ich an dieser Stelle zitieren möchte, nicht zuletzt, weil es heutzutage Menschen gibt, die den Sinn des Lebens in Feindschaften sehen und für dieses destruktive Verhalten sogar in Büchern werben.

"Ohne Freundschaft haben wir unter keinen Umständen verlässlich und dauerhaft Lebensfreude, eine Freundschaft kann man nur erhalten, wenn wir die Freunde ebenso lieben wie uns selbst."( Zitat: Cicero, de finibus bonorum et malorum, 1.67) Genau so ist es.

Dem großen Anbeter von Feindschaften möchte ich an dieser Stelle eine weitere Sentenz von Cicero entgegenhalten, über die es sich wirklich nachzudenken lohnt:

"Nihil inimicius quam sibi ipse."

Kein größerer Feind als er sich selbst.
(Zitat :Cicero, Ad Atticum, 10. 12 a, 3.)

Jeder Psychologe wird diesen Satz bestätigen und ganz genau erklären, weshalb Menschen, die sich selbst hassen, nach Feinden Ausschau halten, auf die sie ihren Selbsthass zu projezieren trachten. Es ist sehr schade das dies, was so sonnenklar auf der Hand liegt, von einem Betroffenen zumeist nicht nachvollzogen werden kann.

Es macht keine Freude über Feindschaften zu schreiben, sondern weitaus lieber schreibe ich über die Liebe. Gottlob finden sich im Buch weitaus mehr Zitate über die Liebe als über den Hass und über Feindschaft.

Horaz sagt "Die Liebe lässt liegen, was sich ihr anbietet, und greift nach dem, was sich ihr entzieht." Das stimmt. Ovid fügt diesem Gedanken einen weiteren hinzu, "Der Schmerz des Verschmähtwerdens lässt die Liebe wachsen." Diese beiden Sentenzen geben Plautus recht, der resümierend feststellt: "Die Liebe bringt auch Bitterkeit". Gleichwohl gibt es nichts Schöneres auf unserer Welt als lieben zu dürfen.

An dieser Stelle möchte ich eine Sentenz von Horaz in deutscher Sprache wiedergeben, die ich besonders schätze:

"Hüte dich zu fragen, was morgen sein mag, und nimm jeden Tag, den das Schicksal dir schenken wird, als Gewinn und weise süße Liebe und den Tanz nicht von dir, solange du noch kräftig bis und das mürrische Alter fern."

Meine Lebenserfahrung hat mich gelehrt, dass nachstehender Gedanke von Gellius immer zutrifft: Die Wahrheit ist die Tochter der Zeit." Also warten wir ab bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Sehr emfehlenswert.
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