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Rezension:Mönchsweisheiten (Gebundene Ausgabe)

Dieses Büchlein enthält eine Vielzahl von Mönchsweisheiten. Es handelt sich dabei um Gedanken von Johannes Cassianus (360-435), Gründer des Klosters St. Victors bei Marseille, von Buddha (6. Jhd. V. Chr.), Ignatius von Loyala (1491-1556), Gründer des Jesuitenordens, Meister Eckhart (1260-1328), Dominikaner, Benedikt von Nursia (480-547), um diverse Sprüche der Wüstenväter u.a. mehr.

Die Gedanken kreisen um die Themen Ruhe des Herzens, Achtsamkeit, Loslassen, Sammlung und Einkehr, Handarbeit, Sorge um den Leib, Scheitern und Neubeginn, Armut, Welt und Einsamkeit, Demut, Sanftmut und um die Frage "Wie soll ich leben?
.
Die Gedanken werden von Fotos begleitet, die zum Nachdenken anregen. So sieht man buddhistische Mönchen beim Beten, auch beim interessierten Lesen, kann in die abgearbeitete, verrußte Hand eines Bergarbeiters blicken und in eine karge Mönchklause, in die durch ein offenes Fenster Sonnenlicht eindringt. Man sieht auch einen einsamen Mönch beim Meditieren am Wasser, den Schatten eines sich küssenden Paares, das sich liebevoll bei den Händen hält. Alle Bilder, auch jene, die ich jetzt nicht genannt habe, strahlen eine friedliche Stimmung aus.
Ameneh Bahrami, die einst hübsche iranische Studentin, deren verschmähter Verehrer ihr Gesicht mit Schwefelsäure entstellte, hat diesen Sonntag darauf verzichtet, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Hierzu kann man heute Näheres in der FAZ auf Seite 7 lesen. Bei einem Schicksal wie dem, das Bahrami aufgebürdet bekam, ist es sicher nicht einfach, sich zu den Gedanken Buddhas durchzuringen, obschon diese gewiss die Seele zur Ruhe kommen lassen.

"Er hat mich beschimpft und geschlagen,
niedergeworfen und beraubt."
Wer solche Gedanken festhält,
dessen Hass kommt nie zur Ruhe.

"Er hat mich beschimpft und geschlagen,
niedergeworfen und beraubt."
Wer solche Gedanken loslässt,
dessen Hass kommt bald zur Ruhe.

Noch nie hat Hass den Hass gestillt.
Nur Liebe und Güte stillen den Hass.
Das ist ein ewiges Gesetz.
Buddha(6 Jhd. V. Chr.) im Dhammapapa, 3-5, (Zitat Seite.54).

Ein Büchlein, das wirklich zum Nachdenken anregt.

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