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Rezension: Ein Jahr voller Glück- Anselm Grün

Verfasser dieses Buches ist Pater Anselm Grün, Mönch der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Der promovierte Theologe ist der bekannteste spirituelle Autor der Gegenwart.

Im vorliegenden Buch wartet er für jeden Tag eines Jahres mit spirituell tiefsinnigen Gedanken auf, wobei jeder Monat unter einem speziellen Motto steht, dem diese Gedanken zugeordnet sind.

Januar- Den Neubeginn wagen
Februar- Orientierung finden
März- Zur Ruhe kommen
April-Der Verwandlung trauen
Mai- Sinnlichkeit entdecken
Juni- Gelassenheit finden
Juli- Schönheit erleben
August- Achtsam sein
September- Das Leben genießen
Oktober-Ernten
November- Wurzeln finden
Dezember-Kind werden

Pater Anselm lädt dazu ein, morgens und abends innezuhalten und die Worte, die er für einen bestimmten Tag festgehalten hat, auf sich wirken zu lassen. Für jeden Tag hat er zwei Sentenzen vermerkt. Er möchte mit seinen Worten nicht belehren, sondern uns vielmehr in Berührung bringen mit unserer eigenen Seele. Diese nämlich weiß am besten, was für uns gut ist.

In unserer Seele, so Pater Anselm, finden wir Halt. Dort entdecken wir einen Raum der Stille, einen Raum jenseits aller Worte. Der christliche Weg der Meditation sei, dass das Wort uns in das wortlose Geheimnis Gottes führe. Dieses ruhe auf dem Grunde unserer Seele.

Pater Anselm hofft, dass die Sentenzen im Buch uns zu dem Ort der Stille in uns führen, dem Ort, wo wir frei sind und aufatmen können.

Die Texte im Buch sind erkenntnisreich. Damit wir von Ihnen berührt werden und uns die Inhalte zu eigen machen können, genügt es nicht, sie zu lesen. Wir müssen sie in uns aufnehmen, wirken lassen, erfühlen, was die Worte in uns auslösen.

Es ist unmöglich auf die vielen Sentenzen im Rahmen einer näher einzugehen. Ich möchte zwei Sentenzen, die für einem bestimmten Tag im August   vorgesehen sind,  hier zitieren, damit Sie eine Vorstellung davon haben, was Sie im Buch erwartet:

In Beziehung leben 

Wer achtsam ist, der lebt in Beziehung mit sich selbst, mit der Schöpfung, mit Gott und mit den Menschen.

Höher, schneller, weiter 

Die eigentliche Krankheit unserer Zeit ist die Beziehungslosigkeit. Weil man nicht in Beziehung mit sich selbst, ist weil man nicht im Augenblick lebt, braucht man immer größere Anreize, um sich überhaupt noch zu spüren. Man muss weit weg in Urlaub fahren, möglichst riskante Sportarten treiben, um überhaupt Leben zu erfahren.“

Wie Recht Pater Anselm doch hat! Derjenige, der ganz intensiv im Moment lebt, nimmt Beziehung mit allen und allem auf, was gerade geschieht und sehnt sich nicht nach Welten der Phantasie, die nicht halten, was sie versprechen.

Sehr empfehlenswert.

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